Zertifizierte Sicherheit (VDS,TÜV)

/ / Sicherheit / 22. Oktober 2018

Der Duden beschreibt Sicherheit als Zustand des Sicherseins, Geschütztseins vor Gefahr oder Schaden, höchstmögliches Freisein von Gefährdungen. In einem komplexen System kann das nicht vollumfänglich durchgesetzt werden. Ein Restrisiko bleibt immer bestehen. Um einen möglichst hohen Sicherheitsstandard zu erreichen werden Sicherheitskonzepte erstellt und umgesetzt. Dafür gibt Richtlinien und Anbieter. 

VdS Schadensverhütung: Vertrauen durch Sicherheit, eine Definition

Europas größtes Institut für Unternehmenssicherheit ist die VDS Schadensverhütung GmbH. Diese ist eine hundert prozentige Tochter des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV).

Die VDS wurde ursprünglich als Verband der Sachversicherer in Deutschland gegründet. Der Verband wurde später in die GDV umgewandelt und die technischen Bereiche für Sicherheit und Brandschutz 1977 in die VDS Schadensverhütung GmbH überführt.

Ein Schwerpunkt von VDS ist die Schadensverhüttungsarbeit. Hierbei erstellt VDS Richtlinien. Das geschieht in Zusammenarbeit mit den betroffenen Branchen, Dienstleistern, interessierten Kreisen und Produkten. Die veröffentlichten Richtlinien für eine VDS Zertifizierung beruhen auf Europäischen Normen. Ziel dieser Richtlinien ist der Sachwertschutz. Außerdem werden Versicherungsunternehmen, bei der Bewertung von Risiken, unterstützt.

Sicherheitsrichtlinien der Zertifizierung

Die Sicherheitsrichtlinien werden über Klassen, Normen und Grade definiert. Die dazugehörigen Sicherungen und Komponenten werden in eigenen VDS Laboren geprüft und ausschließlich durch die VDS verliehen. Ein Objekt das VDS zertifiziert werden möchte/ist (wie die PfandBAR 23 & SchließBAR 23 GmbH) darf sich nur unter einer Voraussetzung VDS zertifiziert nennen. Alle Sicherungsmaßnahmen im Objekt:

  • Rauchmelder
  • Bewegungsmelder
  • Fühler
  • Taster
  • Kontakte
  • Alarme
  • Einbruchmeldeanlage
  • sonstige Sensorik

müssen von VDS geprüft und abgenommen sein. Das bedeutet miteinander zertifiziert sein.

Ein Fallbeispiel zur Zertifizierung

Die Sicherheitsklassen, im gewerblichen Bereich, beginnen bei der Klasse A SH1 bis Sh3 und der Unterteilung nach Grade laut der Europäischen Norm EN50131, Grad 1.

Bei dieser Sicherheitsklasse ist ein Versicherungsschutz bis ca. 100.000,00 € möglich. Die Sicherungen verfügen über einen einfachen Schutz gegen Überwindungsversuche. Es wird davon ausgegangen das Einbrecher eine geringe Kenntnis über Einbruchmeldeanlagen haben und einfaches Werkzeug benutzen.

Sicherheit für unserer Schließfächer bei der SchließBAR 23

Der Tresorraum, der SchließBAR 23, hat eine höhere Sicherheitsklasse wie im Beispiel beschrieben. Unsere Sicherheit ist, nach der Europäischen Norm, der höchstmöglichen Grad 4. Das entspricht weitgehend VDS der Klasse C.

Hier verfügen Einbrecher über beträchtliche Fachkenntnisse und Spezialwerkzeug. Diese Personen sind fähig einen Einbruch oder Raub bis ins Detail zu planen.

Dieser Grad der Sicherheit ist dann anzuwenden wenn die Sicherheit Vorrang vor allen anderen Gesichtspunkten haben soll. 

Genau das ist die Situation im Tresorraum der SchließBAR und die darin verbauten Schließfächer. Weiterhin verfügt die SchließBAR über die Sicherheitsklasse SG 6. Das bedeutet, dass eine vollständige Außenhaut sowie eine Fallenüberwachung vorgenommen werden muss. Hierbei werden die Türen und Wände in dem Gebäude zusätzlich auf Durchgriff und Durchstieg überwacht. Auch hier verfügt das Unternehmen über eine der höchsten Sicherheitsklassen.

TÜV

Allgemein wird der TÜV, abgekürzt als Technischer Überwachungsverein, beschrieben als eine Anzahl von eingetragenen Vereinen. Diese führen als technische Prüforganisationen Sicherheitskontrollen durch.

Es gibt vier Mögliche Situationen bei denen der TÜV prüft.

  1. Der TÜV prüft nach gesetzlichen Vorgaben. Er wird hierbei durch staatliche Aufsichtsbehörden kontrolliert. Beispiele hierfür sind die Hauptuntersuchung für das KFZ, die Führerscheinprüfung oder die Prüfung von technischen Anlagen vor Inbetriebnahme und im Betrieb.
  2. Der TÜV prüft nach gesetzlichen, normativen Vorgaben auf freiwilliger Basis. Staatliche Aufsichtsbehörden überwachen dies. Ein Beispiel ist die ISO 9001 Zertifizierung des Qualitätsmanagement.
  3. Selbst entwickelte Standards.
  4. Einzelanfragen von Unternehmen und Behörden.

Private Unternehmen, wie die SchließBAR 23 GmbH, können sich durch den TÜV, in unterschiedlichen Bereichen zertifizieren lassen. Die SchließBAR plant eine zusätzliche Zertifizierung im Bereich Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung. Die ISO 9001 Zertifizierung beim TÜV Süd.

Jedem privaten Unternehmen ist es selbst überlassen welche Prüforganisation ausgewählt wird. Diese haben unterschiedliche Kompetenzen.

 


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